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Mobile Jugendarbeit - Hilfe für die Zeit nach dem Heim

Ohne ausreichende Berufsausbildung verlassen immer noch die Mehrheit der bulgarischen Jugendlichen die Kinderheime des Landes Bis zu 40 Prozent finden deshalb nach dem Heimaufenthalt keinen Job. Vor allem weil sie niemanden haben, der sie bei der Arbeitssuche unterstützt und ihnen beim Übergang vom Heimleben in die Selbstständigkeit hilft. Das betrifft auch viele Jugendliche aus dem Heim "Maria Luisa" in Plovdiv. Selbst solche, die mit hervoirragenden Schulzeugnissen die Schule beendet haben. So mancher von ihnen landet im Jugenddorf in Plovdiv - die erste Station nach dem Heim. Hier können sie nach dem Heimaufenthalt noch ein Jahr kostenlos wohnen. Außen hui, innen pfui. Die Jugendlichen wohnen hier in kleinen Zimmern, in denen man sich kaum drehen kann. Darin ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl und ein Schrank - Möbel wie vom Sperrmüll. 40 Jugendliche teilen sich im Haus einen Herd und einen Kühlschrank. Und niemand ist da, der ihnen hilft  - eine Job zu finden, der sie berät, bei welchen Ämtern man Unterstützung bekommen kann, der sie motiviert, an einem Ziel zu arbeiten. So wird dieser Ort für viele zum Ort der Hoffnungslosigkeit, der Ort vor dem Absturz.  Sozialarbeiter können dies ändern - nicht sofort, aber langfristig...

In diesem Projekt wurde ein kleines Team von vier mobilen Sozialarbeiter ausgebildet. Je zwei von ihnen betreuen fünf Jugendliche und begleiten diese hinaus ins "wahre Leben", sind ihnen bei der Arbeitssuche und bei Amtsgängen behilflich. Sie sind Bezugspersonen, Forderer und Förderer für die Jugendlich zugleich. Diese Sozialarbeiter sitzen nicht in einem Büro. Hier geht es um aufsuchende Sozialarbeit und täglichen Kontakt mit ihren jungen "Klienten". Inzwischen bilden die von uns geschulten Sozialarbeiter  im Rahmen eines "train the trainer"-Programms andere Sozialarbeiter aus.

Das Gehalt für einen Sozialarbeiter beträgt 300 Euro im Monat